Bei traumhaftem Spätsommerwetter und vor geschätzten 200 Zuschauern konnten die SCC Challengers Damen ihre perfekte Saison mit einem hart umkämpften Sieg im zweiten Finalspiel gegen die Redpeppers erfolgreich beenden und damit als erstes Softballteam drei Jahre in Folge Meister von Berlin-Brandenburg werden. Gleichzeitig zogen sie mit den Potsdam Porcupines und den Berlin Capitals in der ewigen Meisterliste gleich und führen diese nunmehr gemeinsam mit 4 Meisterschaften an.
Leicht machten es die Redpeppers den SCC-lerinnen jedoch nicht. Keine der beiden Mannschaften verteilte allzu viele Geschenke, Pitcherin Andrea Rochel lieferte sich ein gutes Duell gegen ihre weissenseer Widersacherin Christina Ramras, beide warfen ein Complete Game und ließen dabei im Zusammenspiel mit ihren Defenses keine Big Innings zu.
Jeder Punkt musste hart erarbeitet werden. Sacrify Flys und Sacrifice Bunts bestimmten das Spiel.
Insbesondere die Outfielder auf beiden Seiten machten eine fehlerfreie Partie, fingen alles aus der Luft, was irgendwie zu fangen war und konnten auch pro Team jeweils einen Assist einsammeln.
Der Redpeppers Leadoff, Catcherin Agnes Senger, begann mit einem Walk und konnte schließlich auf einen Sacrifce Fly ins Centerfield durch Carola Birkholz den ersten Punkt der Begegnung erzielen. Im Gegenzug erreichte Julia Koska die erste Base auf einen Error, Emily Kaiserauer wurde abgeworfen. Mit einem Single lud Jojo Gehle die Bases für Powerhitter Nicole Lautenschläger. Ein Wildpitch brachte Julia Koska zum Ausgleich ins Ziel, Emily Kaiserauer wurde durch Nicole Lautenschläger per Sacrifice Fly ins Centerfield zum Führungswechsel nach Hause geschlagen.
Im zweiten Inning kopierten die Peppers ihre Offensive aus dem ersten Inning: Leadoff Michaela Horn erarbeitete sich einen Walk und glich zwei Schlagleute später auf einen Sac Fly ins Centerfield wieder aus, diesmal geschlagen durch Linda Degener.
Centerfielderin Kim Ebeling führte als zweiter Leadoff die zweite Hälfte der Charlottenburger Lineup an und konnte nach einem Walk und einer stolen Base von Lilli Patzek per Opferbunt auf die Dritte Base gebracht werden. Einen Wild Pitch später lagen die Challengers wieder in Führung. Diese Führung hielt aber nur bis ins nächste Halbinning, denn Katja Tham konnte ihren Walk mit folgender stolen Base auf einen Single von Melanie Zimmermann erneut ausgleichen. Dass diese beim Versuch, die zweite Base zu stehlen, von Nicole Lautenschläger im Zusammenspiel mit Jojo Gehle ausgeworfen wurde und dass Jule Koska einen Linedrive von Linda Degener fangen konnte, verhinderte, dass die Redpeppers ihr stärkstes Offensivinning mit einem Walk und drei Singles in mehr als diesen einen Punkt verwandeln konnten.
Es folgten jeweils eine Nullrunde für beide Angriffsreihen, so dass beim Stand von 3:3 Roxy Neuber als Leadoff in der zweiten Hälfte des vierten Innings an den Schlag kam. Nach ca. zehn Pitches gelang ihr ein Basehit ins Leftfield. Kim Ebeling brachte sie mit einem Bunt auf die dritte Base, von wo sie auf einen Schlag von Lilli Patzek zum Shortstop zur Führung einlaufen konnte.
Gleich im fünften Inning glich Katja Tham nach ihrem Single auf einen Sac Fly von Melanie Zimmermann ins Centerfield aus. Es folgte aber gleich die Chance auf ein Big Inning für die Challengers. Jule Koska (Single), Emily Kaiserauer (Walk) und Jojo Gehle (Single) luden die Bases ohne ein Aus. Ein Infield-Fly von Nicole Lautenschläger konnte vom Weisseneer Infield nicht unter Kontrolle gebracht werden, woraufhin Jule Koska zum 5:4 einlaufen konnte und Emily Kaiserauer zur dritten Base vorlaufen konnte. Leider hatten aber nicht alle den "Infield-Fly"-Call gehört, so dass die Redpeppers ihr zweites Doubleplay verwandeln konnten. Ein Linedrive von Roxy Neuber zu Mika Horn an der zweiten Base beendete dann das Inning.
Die erste Hälfte des sechsten Innings wurde dann turbulent. Mit Läufern auf Zwei und Drei verzählte sich die gesamte Redpeppers Offense bezüglich der bereits vorliegenden Aus. Alle liefen bei einem Aus auf das Flyout zu Emily Kaiserauer ins Rightfield bereits los. Bei dem Wurf zur Dritten Base zum Appeal lief die zweite Läuferin in ein Tagplay zum dritten Aus. Nach langer Diskussion der Umpire untereinander und mit beiden Coaches schloss man sich schließlich der Regelauslegung vom Charlottenburger Trainer Buchholz an, so dass die Redpeppers keinen Run zugesprochen bekamen.
Im Anschluss war es wieder an Kim Ebeling, einen Punkt zu erlaufen. Nach ihrem Single und zwei gestohlenen Bases erzielte sie den 6:4 Endstand auf einen Schlag von Nina Matthies. Im siebten Inning konnten die Redpeppers keinen Baserunner mehr auf Base bringen, so dass die Begegnung mit einem Flugaus im Leftfield endete.
Die Challengers konnten jedes Mal punkten, wenn sie den ersten Batter auf Base gebracht hatten, gleiches gelang den Redpeppers nahezu ebenfalls. Dies zeigt die überwiegend clevere und disziplinierte Spielweise beider Teams. Die Saison 2011 hat somit ein würdiges und mitreissendes Ende gefunden, in dem die Challengers sich knapp behaupten konnten. MVP des Spieles war nach einhelliger Meinung Kim Ebeling, die ebenso wie Julia Koska und die Weissenseerin Katja Tham zwei Runs erzielen konnte, dabei aber insbesondere den Luftraum über dem Centerfield beherrschte und fünf Flugaus einsammelte.
geschrieben A. Buchholz