BL-Team bekommt ein Spiel gutgeschrieben!
Donnerstag, 05. August 2010
Nachdem die SCCer bei den Hamburg Knights am 11. Juli 2010 nur zu einem Split gekommen sind, wurde jetzt entschieden, dass beide Spiel an die Berliner gehen.
Die Knights haben zu viele ausländische Spieler gleichzeitig eingesetzt.
Die SCCer mussten am Endspieltag der Fußball Weltmeisterschaft in Hamburg bei den Knights antreten. Dort waren die Voraussetzungen extrem schwierig, da es über 32 Grad waren und die Challengers, durch Verletzungen, auf einige Spielerverzichten mussten.
Trotzdem konnten die Berliner schnell eine komfortable Führung von 6-0 herausspielen. Erst im dritten Inning kamen die Knights auf 6-2 heran, wobei die Führung zu keiner Zeit wirklich gefährdet war. Der Knights-Pitcher Grote hatte mittlerweile bereits drei Hit by pitch verursacht. Dabei einen Spieler am Kopf getroffen und gleich beim nächsten Batter wieder auf den Kopf gezielt, so dass dieser sich nur durch einen Hechtsprung vor dem Treffer retten konnte. Der SCC-Pitcher: Goebel 0 Treffer!
Daraufhin beschwerte sich der SCC-Coach beim Umpire über die gezielten Kopfwürfe. Angesprochen fühlte sich der Feldumpire (aus Hamburg), was eigentlich unüblich ist, da sich um die Hit by pitchs der Schiedsrichter hinter der Platte kümmert. Dieser sah hier keinen Handlungsbedarf, dass käme eben mal vor. Nachdem die SCCer in der Defensive waren und Chris Goebel einen etwas verunglückten Pitch im Kopfbereich des Batters geworfen hatte – ohne ihn zu treffen – wurde eine General Warning ausgesprochen. Eine Regel, die lediglich für absichtliche Hit by pitchs gedacht ist. Hiermit soll erreicht werden, dass Coaches keine solche Anweisungen geben, da die Folge einen Platzverweis für Coach und Pitcher nach sich zieht. Chris Goebel missglückte einige Würfe später abermals ein Wurf, der den Batter zu keiner Zeit gefährdete und ihn auch nicht traf. Daraufhin wurden Pitcher Goebel und Coach Hilmer des Platzes verwiesen.
Eine völlig unverständliche Maßnahme, die eine reine Auslegungssache des hiesigen Schiedsrichters war. Diese Entscheidung hatte nicht nur Einfluss auf das laufende Spiel, sondern brachte den Umstand mit sich, dass Chris Goebel auch im darauf folgenden Spiel nicht eingesetzt werden durfte.
Letztendlich mussten die SCCer ihren Vorsprung einbüßen. Bei einem Stand von 6-6 musste Percy Marks den Hügel in Hamburg übernehmen. Nachdem die Challengers im letzten Inning wieder die Führung übernommen hatten, konnten sie diese aber nicht halten. Es folgten Extra-Innings, wo man erst im 10. Inning (ansonsten ist bereits im 7. Inning Ende) das Spiel mit 8-7 gewinnen konnte.
Somit standen keine Pitcher mehr fürs nächste Spiel zu Verfügung, da Greg Scholz noch in der Baby-Pause war und nicht mit nach Hamburg kommen konnte. Hier konnten die SCCer nichts mehr reißen und lagen bereits nach drei Innings mit 1-12 zurück. Trotzdem spielten die Knights gnadenlos weiter. Selbst der ständige Pitcherwechsel machte sie nicht darauf aufmerksam, dass die Berliner bereits aufgegeben hatten. Der Leitspruch des Knights-Coachs war: “Wir machen keine Geschenke!”
Der Gameplan wurde durch den ungerechtfertigten Platzverweis von Chris Goebel außer Kraft gesetzt. Trotzdem zeigten die Challengers viel Leidenschaft und haben beide Spiele durchgezogen. Wären wir nicht gezwungen worden extra Innings zu spielen und hätten für das zweite Spiel einen ausgeruhten Pitcher gehabt, wäre das Spiel so sicherlich nicht verlaufen.
Bereits während des ersten Spiels, nach Aushändigung der Line-up, war dem Coach der Berliner klar, dass hier Angaben nicht stimmen können.
Dass es zu Fehlern kommt ist nicht auszuschliessen. Dass aber die Knights drei (3) statt zwei (2) erlaubten ausländischen Spielern zeitgleich einsetzten und dies auch noch in beiden Spielen, ist wohl aus Unwissenheit geschehen. Anders lässt sich das nicht erklären. Unwissenheit schützt nun aber nicht vor Strafe und daher ist es nur gerechtfertigt, dass die SCC Challengers beide Spiele als gewonnen erhalten.
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